Christian Janisch ist einer unserer Berater beim Sozialinnovator und erzählt aus seinem Alltag als Berater für Gründungen.
Wie bist du zu deinem Job gekommen?
Ich arbeite im Heimathafen in Wiesbaden, einem Ort, der sich über die Jahre mit viel Herzblut zu einem wichtigen Anlaufpunkt für Gründungsthemen entwickelt hat. Wir fördern junge Unternehmen, bauen Netzwerke auf, begleiten Teams in ihren ersten Schritten und schaffen Räume, in denen Ideen wachsen können. Neben vielen Veranstaltungen, Formaten und Beratungsangeboten sind wir auch Partner des Sozialinnovators Hessen. Ich habe selbst auch schon mehrfach gegründet und durch die langjährige Arbeit im Gründungsökosystem bin ich schließlich selbst in die Rolle des Gründungsberaters hineingewachsen.
Was macht dir an deinem Job am meisten Spaß?
Ganz besonders großartig an den Gründungsberatungen ist, dass ich dort sehr viel von meinen eigenen Erfahrungen und Wissen, das ich über die Jahre angesammelt habe, weitergeben kann. Ich habe mich schon viel in gemeinnütziger Arbeit engagiert, aber auch selbst Start-ups hochgezogen. In den Beratungen für die Sozialunternehmen kann ich diese beiden Erfahrungshintergründe nun wunderbar zusammenführen. Es ist sehr schön, Menschen, die etwas für die Gesellschaft tun möchten, zu helfen. Und ich freue mich, wenn ich dazu beitragen kann, dass die Start-Ups Erfolg haben.
Welche Aufgaben hast du?
Im Heimathafen haben wir viele verschiedene Aufgaben. Unter anderem ist es meine Aufgabe, Unterstützungsangebote möglich zu machen und die Sichtbarkeit der Thematik Soziale Gründung und der einzelnen Start Ups zu erhöhen. Außerdem verknüpfe ich Start Ups mit Experten und Partnern wie Notaren und Rechtsanwält:innen. Ich helfe auch selbst als Gründungsberater. Meine Hauptaufgaben sind also die Bekanntmachung des sozialen Unternehmertums und die Beratung.
Wie haben sich die Gründungsthemen im Laufe deiner Tätigkeit verändert?
Die Gründungsthemen haben sich auf jeden Fall weiterentwickelt. Gerade die zentrale Fragestellung jeder Gründung hat sich Richtung Impact entwickelt. Früher war das Ziel, wirkungsvoll für die Gesellschaft zu sein eher noch die Ausnahme, heute eher die Regel. Viele Start Ups möchten, dass sich die Gründung für die Gesellschaft lohnt, nicht nur für den eigenen Geldbeutel.
Wofür nutzt du deine wertvolle Zeit am liebsten?
Ich bin privat ein großer Theater-Fan und selbst der Bühne aktiv. Gerade dort geht es auch darum, etwas zu schaffen. Da sehe ich, dass sich mein Beruf auch in meinen Hobbies widerspiegelt und ein schöner Vergleich zur unternehmerischen Idee ist. Eine anfangs leere Bühne wird schließlich zu einer großen Show, aus einer vagen Idee kann ein Kunstwerk werden.
Was möchtest du Gründer:innen mit auf den Weg geben?
Man muss nicht die ganze Treppe auf einmal gehen, es reicht, wenn man zuerst eine Stufe nimmt. Gründung ist immer ein Abenteuer, versuche Stufe für Stufe zu gehen und dich nicht überwältigen zu lassen. Und ich bin überzeugt, dass ein gutes Umfeld oft der entscheidende Hebel ist, damit eine Gründung wirklich gelingt. Sucht euch Menschen, die euch stärken, die an euch glauben und die genauso verrückt sind, zu denken, dass man die Welt tatsächlich ein Stück verändern kann.